In Zeiten der Pandemie wird die Diskussion ber die Zukunft der deutschen Krankenhauslandschaft, die durch dezentrales Leistungsangebot, geringe Spezialisierung und berdurchschnittliche Bettenzahlen geprgt ist, hrter. Es gilt als ausgemacht, dass Kapazitten umgewidmet und zentralisiert werden mssen, um die Behandlungsqualitt zu steigern. Verwiesen wird oft auf das sog. dnische Modell: Seit ca. 20 Jahren werden dort spezialisierte sog. Super-Krankenhuser errichtet, viele kleine Standorte geschlossen und die Zahl der Kliniken mit Notaufnahmen halbiert. Der Umbau der Krankenhauslandschaft ist in eine Gesamtstrategie eingebettet, die z. B. auch von Digitalisierung und einer groen Prventions- und Leitlinienkultur geprgt ist.
Das Kartellrecht steht mit diesen Zielvorgaben einer Konzentrierung und Spezialisierung in Widerspruch, denn es setzt Krankenhausfusionen, die zwangslufig Teil eines solchen Prozesses sind, offensichtlich enge Grenzen: Seit seiner ersten Untersagung eines Krankenhauszusammenschlusses im Jahr 2005 hat das BKartA pro Jahr durchschnittlich mindestens ein Vorhaben verhindert, unter anderem die prominenten Vorhaben Rhn
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2193-5661.2021.03.05 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2193-5661 |
| Ausgabe / Jahr: | 3 / 2021 |
| Veröffentlicht: | 2021-06-09 |
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