Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Konzentrationsprozesses auf Seiten der Kostentrger und der Leistungserbringer sowie des finanziellen Drucks auf beiden Seiten muss die Bedeutung der jhrlichen Verhandlungen der Landesbasisfallwerte (LBFW) zwischen den Krankenkassen und den Krankenhusern in den Bundeslndern betrachtet werden. In den Verhandlungen ber die Landesbasisfallwerte wird die Hhe der Preise fr Fallpauschalen festgelegt, die einen Anteil von ber 90 Prozent an den Leistungsausgaben fr Krankenhuser ausmachen. Entsprechend ihrer Relevanz nimmt die Vorbereitung und Begleitung der Verhandlungen auch bei den Ersatzkassen und ihrem Verband zunehmend einen hohen Stellenwert ein.
Hierzu wurde ein Zielvereinbarungsverfahren eingefhrt, um die Verhandlungsziele zwischen der Bundesebene und der Landesebene im Vorfeld der Verhandlungen abzustimmen. Infolge von Kritik beider Seiten an den zu diesem Zweck durchgefhrten Workshops fr die Verhandlungsrunde 2009, wurde eine Neuausrichtung des Zielvereinbarungsverfahrens fr die Verhandlungen 2010 beschlossen, zu dessen mageblichen nderungen beispielsweise die Einfhrung eines Gegenstromverfahrens zur Abstimmung der Verhandlungsziele zu zhlen ist. Dieses Verfahren wurde in 2010 im Rahmen eines Evaluationsprojektes auf den Prfstand gestellt.
Methodisch erfolgte die Bewertung des Zielvereinbarungsverfahrens 2010 ber eine schriftliche Befragung von 25 Personen, die die Verhandlungen fr die Ersatzkassen fhren, unter Bercksichtigung der Erkenntnisse der Zieltheorie von Locke und Latham. Auf Grundlage der Ergebnisse konnten bestehender Handlungsbedarf aufgezeigt und mgliche Handlungsoptionen zur Weiterentwicklung des Zielvereinbarungsverfahrens vorgeschlagen werden.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2193-5661.2011.10.08 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2193-5661 |
| Ausgabe / Jahr: | 10 / 2011 |
| Veröffentlicht: | 2011-10-19 |
Seiten 296 - 299
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