Pflegeversicherung
Soziale Pflegeversicherung, Krzung der Pflegevergtung, Pflegeheim, stationre Pflege, Pflichtverletzung, Qualittsmangel, Personalabgleich, Unterschreitung der vereinbarten Personalausstattung, Leistungs- und Qualittsvereinbarung, Krzungsverfahren, Beschleunigungsgebot, versptete Beantragung des Schiedsverfahrens
42, 43, 72, 80a, 115 Abs. 3 SGB XI
BSG, Urteil vom 12.9.2012 B 3 P 5/11 R
(Vorinstanz: Hessisches Landessozialgericht, Urteil vom 27.1.2011 L 8 P 29/08 KL)
Leitstze:
1. Mit der rckwirkenden Krzung der Pflegevergtung kann grundstzlich nur die Verletzung gesetzlicher oder vertraglicher Pflichten geahndet werden, die zu Qualittsmngeln bei der Pflege gefhrt haben.
2. Qualittsmngel werden unwiderlegbar vermutet, wenn ein Personalabgleich ergeben hat, dass die vereinbarte Personalausstattung ber mehrere Monate hinweg um jeweils mindestens 8 v.H. unterschritten worden ist oder ein Heimtrger die vereinbarte Personalausstattung planmig und zielgerichtet nicht bereitstellt.
3. Das Krzungsverfahren unterliegt einem systemimmanenten Beschleunigungsgebot: Eine Krzung der Pflegevergtung ist ausgeschlossen, wenn das Schiedsverfahren erst versptet (hier: 21 Monate nach Vorlage des MDK-Berichts ber die Qualittsprfung) beantragt wird.
Anmerkung von Dr. Bernd Schrinner, Rechtsanwalt, Sankt Augustin
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2193-5661.2013.03.06 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2193-5661 |
| Ausgabe / Jahr: | 3 / 2013 |
| Veröffentlicht: | 2013-06-18 |